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Ratgeber Versicherungen - Vergleiche und Tipps zur Versicherung
Wer braucht welche Versicherung?
Doppelverdiener

Gemeinsam verdienende Partner genießen oft einen hohen Lebensstandard.
Fällt aber -durch irgendwelche Umstände- einer der Verdienste weg, möchte man trotzdem nicht kürzer treten. Deshalb ist die ein oder andere Versicherung unerlässlich.

So sind die einzelnen Bewertungen zu verstehen:

notwendige Absicherung   empfohlene Absicherung   weniger wichtige Absicherung   unnötige Absicherung

empfehlenswert Berufsunfähigkeit

Zum 01.01.2001 wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft.
Die Leistungen beschränken sich seitdem auf eine sog. Erwerbsminderungsrente.

Das Vorkommen einer vorzeitigen Arbeitsunfähigkeit tritt jedoch nur bei 25 Prozent aller Berufstätigen ein. Falls Sie auch in dem Fall nicht so schnell auf Ihren Lebensstandard verzichten möchten, sollten Sie mit einer privaten Berufsunfähigkeitrente vorsorgen.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind in erster Linie die Versicherungsbedingungen entscheidend. Sie dürfen hier also nicht zu sehr auf den Beitrag schauen, weil sich die Bedingungen der einzelnen Tarife wirklich gravierend unterscheiden. Wenn Sie hier den falschen Anbieter wählen, kann Ihnen die Rente letzlich sogar komplett verweigert werden.

notwendig Private Haftpflicht

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür unbegrenzt haften. Das ist sinngemäß die Aussage nach dem § 823 des bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Oft sind es zum Glück nur kleinere Sachen, die man kaputt gemacht hat (die Brille, die dummerweise im Weg lag oder das verschüttete Getränk auf dem Sofa eines Bekannten).

Doch vor allem wenn Personenschäden mit im Spiel sind, können die Ansprüche auf Schadenersatz schnell in die Hunderttausende oder bis in die Millionenhöhe gehen.

Eine Haftpflichtversicherung ist deshalb absolut notwendig (kostet auch nicht viel).

Für zusammen lebende Partner ist es meist günstiger, sich gemeinsam in einem Vertrag zu versichern. Wenn vor dem Zusammenzug für beide ein eigener Vertrag bestand, müssen Sie beide Versicherungen kontaktieren. In dem Fall wird der jüngere Vertrag aufgehoben und der Partner im verbleibenden Vertrag mitversichert.

notwendig Altersvorsorge

Wenn Sie in einem Angestelltenverhältnis stehen, müssen Sie zwangsweise Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Nach Jahrzehnten der Verneinung haben die Politiker nun endlich zugegeben, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung am Boden ist. Dies haben die Rentenreformen von 2002 und 2005 allzu deutlich gezeigt. Die gesetzliche Rente wird später also bei weitem nicht ausreichen, um Ihren Lebensstandard auch nur annähernd halten zu können. Eine zusätzliche private Vorsorge ist deshalb anzuraten. Einige Vorsorgeformen werden steuerlich besonders gefördert.

Ausführliche Infos dazu finden Sie in den Kapiteln private Altersvorsorge, Riester-Rente sowie unter Gehaltsumwandlung.

Selbständige dagegen können zurzeit nur eine Form der staatlich geförderten Altersversorgung nutzen: die so genannte Rürup-Rente. Doch bekanntlich macht uns der Staat niemals Geschenke, ohne gleich Bedingungen daran zu knüpfen. So auch bei der Rürup-Rente, wo der Sparer hinsichtlich Laufzeit und Verfügbarkeit stark eingeschränkt ist. Darum sollten Selbständige, solange die Vorsorgeaufwendungen bei der Steuer noch nicht ausgeschöpft sind, zunächst besser „normale” Altersvorsorgeverträge nutzen.

notwendig Krankenversicherung

Weil niemand voraussehen kann, ob er krank wird und welche Kosten das verursacht, ist eine Krankenversicherung zwingend erforderlich. Solche Kosten können bis in die Millionen gehen. Allein bestimmte Medikamente, welche z.B. nach Organtransplantationen ein Leben lang eingenommen werden müssen, können mit 2.500 Euro und mehr in Rechnung gehen.

Angestellte und Arbeiter sind gezwungen, sich über eine gesetzlichen Krankenkasse zu versichern, solange ihr Einkommen unter einer gewissen Grenze liegt. Arbeitnehmer können deshalb nur dann in die PKV wechseln, wenn sie die erreicht haben. Zwar gehörte unser gesetzliches Krankenversicherungssystem für lange Zeit zu dem weltweit besten, doch mit jeder Gesundheitsreform hat die Politik die Leistungen reduziert oder ganz gestrichen - während die Beiträge gleichzeitig in die Höhe schossen.

Es besteht zwar immer die Option, sich die Krankenkasse selbst auszusuchen, doch diese Wahlmöglichkeit macht seit dem 1. Januar 2009 kaum noch Sinn. Zu dem Zeitpunkt nämlich wurde der so genannte Gesundheitsfonds eingeführt, welcher einen einheitlichen Beitragssatz bei allen gesetzlichen Krankenkassen vorsieht.

Unbestritten hat die gesetzliche Krankenkasse aber einen großen Vorteil gegenüber der privaten Krankenversicherung: die kostenlose Mitversicherung von Kindern. Denn in der privaten Krankenversicherung muss jede Person einen eigenen Beitrag bezahlen.

unnötig Private Zusatz-Krankenversicherung

Grundsätzlich können nur gesetzlich Krankenversicherte eine Zusatz-Krankenversicherung abschließen, zwecks Ergänzung der vorgesehenen Kassenleistungen. Ein häufiger Irrglaube ist, dass eine Zusatz-Krankenversicherung die Leistungen der gesetzlichen Kassen so stark ergänzt, dass das Leistungsspektrum einer privaten Krankenvollversicherung erreicht wird.

Das aber ist ein Trugschluss. Wir kennen nicht einen Kranken-Zusatztarif, der in Kombination mit einer gesetzlichen Kasse dasselbe Leistungsniveau bieten kann, wie eine „echte” private Krankenversicherung. Befreien Sie sich also bitte von diesem Gedanken. Ein gewichtiges Problem ist außerdem, dass das Leistungsnineau der gesetzlichen Krankenkassen von der Politik immer mehr zurückgefahren wird und ein privater Zusatz-Tarif, heute abgeschlossen, nach einigen Jahren schon veraltet sein kann. In dem Fall würde nur eines helfen: möglichst immer in den neusten Krankenzusatz-Tarif wechseln. Aber wer will das schon und kann das.

In bestimmten Teilbereichen (z.B. bei teurem Zahnersatz, der Zahnspange fürs Kind oder für Krankenhausaufenthalte im Ein- oder Zweibettzimmer) ist eine Zusatz-Krankenversicherung mit Sicherheit sinnvoll. In anderen Bereichen jedoch (z.B. für Sehhilfen oder Heilpraktiker) verbleiben fast immer große Leistungslücken.

Ausführliche Infos dazu finden Sie im Kapitel Zusatz-Krankenversicherung.

unnötig Krankengeld / bzw. Krankentagegeld

Wenn Sie Arbeitnehmer sind, erhalten Sie im Krankheitsfall für mindestens sechs Wochen Ihr Gehalt weiterhin vom Arbeitgeber gezahlt (gesetzlich geregelt durch die Lohnfortzahlung).

Danach zahlt Ihnen die gesetzliche Krankenkasse ein sog. Krankengeld. Dieses beträgt 70% des Bruttogehalts, maximal aber 90% vom Nettoeinkommen und wird längstens für eine Dauer von 18 Monaten gezahlt.

Um die damit entstehende Einkommenlücke zu füllen können Arbeitnehmer ein privates Krankentagegeld versichern, welches allerdings erst nach dem Ende der Lohnfortzahlung beginnen darf (in aller Regel also erst ab dem 43. Tag). Der Anspruch auf ein privates Tagegeld besteht ohne zeitliche Begrenzung.

Wenn Sie beide in etwa gleich viel verdienen und sich der Einkommensverlust bei einer längeren Krankheit des Partners nicht allzu stark bemerkbar machen würde, brauchen Sie eigentlich keine private Krankentagegeldversicherung.

Für Selbständige hingegen ist ein Kranken-Tagegeld dringend zu empfehlen, egal ob diese gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Denn in beiden Systemen ist das Tagegeld nicht automatisch enthalten, sondern muss separat vereinbart werden gegen einen Aufpreis. Sie können das private Krankentagegeld praktisch sogar ab sofort vereinbaren, weil sie ja nicht den Luxus einer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben.

Falls Sie bereits komplett in eine private Krankenversicherung gewechselt haben, betrifft Sie das nicht. In der PKV können Sie Ihr Krankentagegeld nämlich immer frei bestimmen.

unnötig Krankenhaus-Tagegeld

Krankenhausaufenthalte sind nur selten notwendig und selbst wenn, dann dauern sie meist nur einige Tage. Ein Krankenhaus-Tagegeld ist unserer Meinung nach nicht notwendig.

Ausnahme: für Selbständige, die über keine großen finanziellen Reserven verfügen, kann ein Tagegeld fürs Krankenhaus sehr wichtig sein. Denn die Kosten laufen ja trotzdem weiter.

empfehlenswert Unfallversicherung

Bleibende Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten.
So ist es denkbar, dass z.B. die Wohnung umgebaut werden muss oder das Auto eine behindertengerechte Ausstattung erhält.

Alle Arbeitnehmer und auch viele Selbständige sind zwar per Zwang in der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) versichert, doch die Berufsgenossenschaften leisten nur dann, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelte oder um einen Wegeunfall in Ausübung des Berufs. Jedoch passieren die meisten Unfälle in der Freizeit.

Eine private Unfallversicherung ist deshalb empfehlenswert und kostet auch nicht viel. Viele Unfallversicherungen gewähren ab zwei versicherten Personen zudem besondere Beitragsrabatte.

Doch wenn, dann sichern Sie sich bitte nur für den Invaliditätsfall ab.
Leistungen für kosmetische Operationen oder ein Unfall-Krankenhaustagegeld kosten nur Geld und sind nicht erforderlich. Zudem würde ein Unfalltagegeld, wie der Name erahnen lässt, nur bei Unfallbedingten Krankenhausaufenthalten eine Leistung zahlen.

empfehlenswert Risiko-Lebensversicherung

Besonders wenn Sie Kinder haben, sollten Sie eine Risiko-Lebensversicherung erwägen.
Das gleiche gilt, wenn Sie festen Verbindlichkeiten haben (z.B. eine Hypothek oder ein Privatdarlehen), wo zur Tilgung beide Einkommen fest einkalkuliert wurden.

Bei einer günstigen Versicherungsgesellschaft kostet dieser Schutz wirklich nicht viel.

Für Nichtraucher, die auch kein Motorrad fahren, sind meistens die Direktversicherer (z.B. Europa, Hannoversche Leben, Delta oder Cosmos) am günstigsten. Bei Rauchern und/oder Motorradfahren empfehlen sich dagegen andere Versicherer.

Einige Unternehmen bieten auch eine spezielle Form der Risiko-Lebensversicherung, wo beide Partner in einem Vertrag gegenseitig versichert sind. Die Beiträge wären dann viel geringer, als wenn zwei separate Verträge abgeschlossen werden.
Nachteil hierbei: Der Vertrag erlischt mit dem versterben des Partners.

Die Faustraustregel aber ist: Je bekannter der Name, umso teurer ist die Versicherung. Hierbei kann es sage und schreibe zu Beitragsunterschieden von bis zu 300% kommen.
Fragen Sie uns einfach nach Ihrer günstigen Risiko-Lebensversicherung.

Statt der Risiko-Lebensversicherung können Sie auch eine Kapital-Lebensversicherung abschließen, die dann gleichzeitig auch einen Teil der Altersvorge absichern würde.

weniger wichtig Hausratversicherung

Hausrat ist - vereinfacht ausgedrückt - alles Sie bei einem Umzug mitnehmen würden.
All diese Sachen lassen sich gegen Feuer, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl, Vandalismus und Leitungswasser versichern. Auch Elementarschäden wie Erdbeben, Erdrutsch oder Überschwemmungen können auf Wunsch mitversichert werden.

Vor dem Zusammenzug bestand für beide Partner oft ein separater Vertrag.
Weil zwei Verträge aber unnötig sind, sollte einer davon aufgehoben werden. Schreiben Sie dafür einfach beide Versicherungsgesellschaften an und lassen Sie die beiden sich selbst darüber „streiten”, welcher Vertrag aufgehoben werden muss. Normalerweise wird immer derjenige Vertrag aufgehoben, der zuletzt abgeschlossen wurde.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema Hausratversicherung.

unnötig Glasversicherung

Zusätzlich zu einer Hausratversicherung wird oft die Haushalt-Glasversicherung angeboten.

Die Glasversicherung halten wir nicht für notwendig, da solche Schäden eher selten sind und sich meistens auch nur im Rahmen von unter 80 Euro bewegen.

Ausgenommen, Sie haben ein teures Ceran-Kochfeld mit der Induktionstechnik. Weil solche Kochfelder schnell mal 1.500 Euro und mehr kosten, wäre eine Glasversicherung vielleicht doch überlegenswert. Achten Sie in dem Fall aber darauf, dass Ceran-Kochfelder in gewählten Tarif auch tatsächlich mitversichert sind - denn das ist längst nicht immer der Fall.

Wenn Sie zur Miete wohnen und Wintergärten oder Gewächshäuser mitgemietet werden, ist eine Glasversicherung dagegen immer sinnvoll. Fragen Sie aber vorher Ihren Vermieter, ob das Glas nicht vielleicht schon in der Gebäudeversicherung mitversichert ist.

 

Wenn Sie im Eigentum leben können Sie die Glasversicherung häufig sehr viel günstiger erhalten, wenn Sie diese mit in die Gebäudeversicherung einschließen. Das oben genannte Ceran-Kochfeld wäre dann aber nicht mitversichert.

weniger wichtig Privat-Rechtsschutz

Recht haben und Recht bekommen - das sind oft zwei verschiedene Paar Schuhe.
Denn manchmal hängt das „Recht” einfach nur vom besseren Rechtsanwalt ab.

Und wer einen gerichtlichen Streit verliert, muss am Ende sämtliche Gerichtskosten bezahlen sowie die Honorare für den eigenen Anwalt und oft auch für den Anwalt von der Gegenseite.

In den meisten Fällen würde eine Rechtsschutzversicherung diese Kosten übernehmen.

Trotzdem gilt: ein Rechtsstreit ist nicht unbedingt existenzbedrohlich zu nennen. Der Sinn oder Unsinn einer privaten Rechtsschutzversicherung kann also nicht abschließend beurteilt werden.

empfehlenswert Verkehrs-Rechtsschutz

Bei vielen Verkehrsunfällen (vor allem bei Unfällen mit Personenschäden), geht ohne Anwalt gar nichts. Auch wenn Führerscheinentzug droht, ist ein spezieller Fachanwalt oft Gold wert. Eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung kann also sehr nützlich sein.
Hinweis:
Beachten Sie bitte, dass die Bewertungen immer nur unsere eigene Meinung widerspiegeln. Eine Haftung dafür kann allein deshalb nicht übernommen werden, weil im Einzelfall Abweichungen möglich sind. Zur Klärung Ihres individuellen Bedarfs können Sie jederzeit einen unserer Experten befragen.
 
Die beantworten wir gern.
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