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Autoversicherung: Vergleich und Tipps

Autoversicherungen

Bei Kfz-Policen das Kleingedruckte beachten.

Vor Jahren warb eine große Elektronik-Kette mit dem Slogan „Geiz ist Geil”.
Dass Geiz an der falschen Stelle aber das Gegenteil von „Geil” ist, haben nicht nur Billigelektronik-Kunden, sondern auch schon viele gebeutelte Versicherungsnehmer leidlich erfahren.
Es wäre darum wünschenswert, wenn sich die Verbraucher von dem Dogma befreien, dass „Billig” und „Qualität” kompatibel sein können. Sehr oft ist das genaue Gegenteil der Fall.
Bezogen auf das Thema „Versicherungen” verhält es sich ähnlich, teilweise auch in der Autoversicherung. Auch hier darf niemals nur der Beitrag im Fokus stehen, sondern auch dass Kleingedruckte - also die Versicherungsbedingungen und Leistungen.
Die Günstigsten sind nicht immer die Besten
Eine günstige Prämie kann oft nur mit Einschränkungen bei den Versicherungsleistungen erkauft werden. Mit anderen Worten: Billigtarife schließen nicht selten Umstände aus, die eine gute Police aber haben sollte. Eine Versicherung ist immer solange Gut, solange die Prämie günstig ist. Doch spätestens im Schadenfall merkt man die Unterschiede - und die können teuer zu Buche schlagen.
Wenn ein Marder den Kabelbaum vom Toyota des Nachbarn schmackhafter findet, als den Ihres Mazda, wird Sie das insgeheim bestimmt erstmal freuen, auch wenn man Mitleid für den Nachbarn zeigt. Und hätte das Tier nicht des Nachbarn Toyota, sondern Ihren Audi besucht, wäre das ja auch kein Beinbruch. Denn in Ihrer Teilkaskoversicherung sind Marderschäden bestimmt mitversichert. Oder? Herr Müller, Ihr Nachbar, hatte übrigens Glück im Unglück, denn in seiner Teilkasko war es enthalten. Und so freut er sich, nicht auf den 1.800 EUR Werkstattkosten sitzen zu bleiben.
Anderes Beispiel: die vierköpfige Familie der Schneiders macht Urlaub in der Türkei und mietet sich dort einen Leihwagen. Herr Schneider übersieht eine rote Ampel und fährt ein kanadisches Ehepaar an, das ebenfalls in der Türkei Urlaub macht. Beide erleiden dadurch dauerhafte Körperschäden, die Wiedergutmachung wird auf insgesamt knapp 1,1 Mio. EUR beziffert. Nach türkischem Recht muss die Kfz-Haftpflicht des Autoverleihers aber nur max. 700.000 EUR zahlen (350.000 EUR pro Person). Für die Differenzkosten muss Familie Schneider gerade stehen. Für solche Ereignisse gibt es die sog. Mallorca-Police, welche dann für die Differenzkosten einstehen würde.
Fazit ...
Was nutzt es, jährlich vielleicht 100 € Beitrag zu sparen, wenn im Schadenfall gar keine oder nur geringere Leistungen ausgezahlt werden? Nachstehend ein Sammelsurium an Punkten, auf die Sie achten sollten:
  • Bei Unfällen mit Tieren sollten Schäden mit „Tieren aller Art” versichert sein und nicht nur Haarwildschäden ersetzt werden (Wildschadenklausel). Leider ist dieses Merkmal noch nicht bei allen Versicherern enthalten.
  • Bei Schäden an der Autoverglasung sollte der Kfz-Versicherer in der Kaskoversicherung auf die Anrechnung einer vereinbarten Selbstbeteiligung verzichten, wenn der Glasschaden lediglich repariert wird und die Verglasung nicht ausgetauscht.
  • Zubehör und Extras ab Werk sollten vom Versicherer bis mindestens 3.000 Euro beitragsfrei mitversichert sein (zum Beispiel fest eingebaute Navigationsgeräte).
  • Bei einem Neufahrzeug sollten Schäden mindestens bis zu sechs Monate nach Erstzulassung zum Neuwert versichert sein, also nicht nur zum Zeitwert erstattet werden.
  • In der Vollkasko sollte der Autoversicherer auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichten. Generell nicht geleistet wird allerdings für Unfälle unter Drogeneinfluss oder Alkoholeinwirkung sowie für die fahrlässige Begünstigung eines Autodiebstahls (beispielsweise wenn man den Schlüssel hat stecken lassen).
  • Wer mit dem eigenen Fahrzeug ins außereuropäische Ausland fährt, sollte immer den räumlichen Geltungsbereich der Kfz-Versicherung prüfen und gegebenenfalls beim Versicherer nachfragen.
  • Der vereinbarte Schutz in der Kfz-Haftpfichtversicherung sollte auch für ein im Ausland gemietetes Auto gelten, weil die oftmals niedrigeren Versicherungssummen im Ausland häufig nicht ausreichen, um eventuelle Schadensersatzansprüche vollständig auszugleichen (auch als Mallorca-Police bekannt).
  • In der Kfz-Haftpflichtversicherung sollte die Deckungssumme 100 Millionen Euro betragen.
  • In der Teilkasko sollten Schäden durch Marderbisse an Schläuchen und Verkabelung inklusive Folgeschäden an der empfindlichen Elektronik ersetzt werden.
  • Für Leasing-Fahrzeuge sollte es eine GAP-Deckung geben (GAP: engl. für Lücken). Eine GAP-Deckung tritt dann in Kraft, wenn bei Diebstahl oder Totalschaden des geleasten Fahrzeugs eine finanzielle Lücke entsteht. Denn der geforderte Ablösewert der Leasinggesellschaft für das Auto könnte eventuell höher sein als die Leistungen aus der Vollkaskoversicherung oder der gegnerischen Haftpflichtversicherung.
  • Die Versicherungsgesellschaft sollte Mitglied im Versicherungsombudsmann e. V. sein. Bei Streitigkeiten mit dem Autoversicherer können Sie sich dann bei dem Ombudsman beschweren. Der Ombudsmann ist eine kostenlose außergerichtliche Schlichtungsstelle und kann bis zu einem Streitwert von 5.000 Euro den Beschluss des Versicherers direkt revidieren. Bei höheren Summen (bis 80.000 EUR) schlägt der Ombudsmann eine Lösung vor, die von den Versicherungsgesellschaften meistens angenommen wird.
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