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Änderungen gesetzliche Rente
Wer eine gesetzliche Rente zu erwarten hat, muss darauf in Zukunft hohe Steuern abführen.  Zur Entlastung werden die Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise steuerfrei gestellt.
Um es vorweg zu nehmen: Von den Änderungen sind auch diejenigen Rentner betroffen, die schon vor 2005 eine Rente bezogen haben. Für diese sog. ”Bestandsrenten” greift seitdem ein fester Besteuerungsanteil in Höhe von 50 Prozent, welcher aber auch nicht steigt. Das heißt, dass die Hälfte der gesetzlichen Rente zum aktuell gültigen Steuersatz versteuert werden muss, sofern der Rentnerfreibetrag überschritten wird.
Für neue Rentner ab 2005 (so genannte "Neufälle") gelten folgende Regelungen:
  • Höhere Steuerlast im Rentenalter
    Der zu versteuernde Anteil an der Rente wird sukzessive angehoben.
    Er beginnt in diesem Jahr bei 50, und steigt mit den Jahren bis auf 100 Prozent an.
    Wer also schon im Jahr 2005 die erste Rente bezog, muss immer ”nur” 50 Prozent davon versteuern. Von 2006 an stieg und steigt dieser Satz um 2 Prozent pro Jahr bis zum Jahr 2020. Wer also erst im Jahr 2020 die erste Rente erhält, muss dann immerhin schon 80 Prozent seiner Rente versteuern. Ab 2021 steigt der zu versteuernde Anteil ”nur” noch um 1 Prozent jährlich - bis er im Jahr 2040 die Schlussmarke von 100 Prozent erreicht.
    Der versteuerbare Rentenanteil wird also immer auf Dauer festgeschrieben. Das heißt, jeder muss nur denjenigen Prozentsatz seiner Rente versteuern, der bei Rentenbeginn gerade maßgeblich war. Hier drei Beispiele zum besseren Verständnis:
    Für Rentner X, der bereits seit dem Jahr 2005 Altersrente bezieht, gilt immer nur der Besteuerungssatz von 50 Prozent aus dem Jahr 2005.
    Rentner Y wird die „Früchte seiner Arbeit” erst ab 2020 genießen können. Bis dahin beträgt der zu versteuernde Anteil ab der Altersrente aber schon 80 Prozent. Auch dieser Steueranteil wird ihm, dauerhaft für den gesamten Lebensabend, festgeschrieben.
    Rentner Z hingegen wird später seine komplette Rente versteuern müssen, denn er kann erst im Jahr 2040 in Rente gehen - und bis dahin greift schon die komplette Versteuerung der Altersrenten.
  • Steuerfreie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung
    Als Ausgleich für die hohe spätere Steuerbelastung werden die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nach und nach steuerfrei gestellt. Für Angestellte bedeutet dies eine sofortige Entlastung bei der Einkommenssteuer.
    Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden in diesem Jahr bis maximal 12.000 Euro von der Steuer frei gestellt. Ab dem nächsten Jahr wird dieser Freibetrag reelmäßig um 2 Prozent pro Jahr erhöht - und zwar so lange, bis im Jahr 2025 die komplette Steuerfreiheit der Beiträge erreicht wird.
    Zu beachten ist:
    Angestellte bekommen den Freibetrag nur zur Hälfte (derzeit also maximal 6.000 Euro), denn hier wird auch der Anteil des Arbeitgebers mit einberechnet.
    Zudem werden auch die Beiträge für private Altesvorsorgeverträge mit eingerechnet. Das heißt, wenn Sie zum Beispiel jährlich 2.000 Euro in eine private Altersvorsorge ansparen, dann können die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nur noch mit maximal 4.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden.

Neue Regeln seit 2005:

Alte Regeln bis 2004:

Besteuerungsgrenze:
Alle Altersrenten, die nicht höher sind als 18.900 Euro für alleinstehende / bzw. 37.800 Euro für verheiratete sollen nach dem derzeitigem Stand steuerfrei bleiben. Die Versorgungsbezüge für Beamte bleiben bis zu einer Grenze von 12.836 Euro steuerfrei.
Besteuerungsgrenze:
Die Höhe der Steuer (und ob überhaupt eine Steuerpflicht bestand), war abhängig davon, wann die erste Rente ausgezahlt wurde.
Beispiel:
Eine Altersrente, die nicht höher war als 29.000 Euro für alleinstehende / bzw. 58.000 Euro für verheiratete, blieb komplett steuerfrei, wenn ein Rentner mit 65 Jahren in den Ruhestand ging.
Besteuerung der Rente:
Die gesetzliche Rente wird jetzt dem zu versteuernden Einkommen sehr viel höher zugerechnet. Hier wird zwischen neuen und bestehenden Renten unterschieden:
Alle, die bereits vor dem 01.01.2005 eine Rente bezogen haben, müssen nun 50% der Rentenbezüge dauerhaft versteuern.
Für neue Rentner greift die 50%-Regelung nur, wenn die erste Rente noch in diesem Jahr bezogen wird.
Bis zum Jahr 2020 steigt dieser Anteil für jeden neuen Rentnerjahrgang um 2% an. Wer bis dahin in Rente geht, muss also mindestens 80% seiner Rente versteuern.
Ab dem Jahr 2021 wird der Anteil noch mal um weitere 1% pro Jahr angehoben. Spätestens im Jahr 2040 also werden die gesetzlichen Renten voll dem Einkommen zugerechnet und müssen komplett versteuert werden.
Besteuerung der Rente:
Die Altersrenten wurden bis dahin immer nur mit dem Ertragsanteil besteuert, wobei die Höhe der Steuer abhängig war vom Alter bei Rentenbeginn. Der Ertragsanteil z.B. mit 65 Jahren betrug in 2004 nur 27%.
Vorsorgeaufwendungen:
Die neuen Gesetze sehen vor, dass bei Vorsorgeaufwendungen unterschieden wird zwischen Beiträgen zur Altersvorsorge und denen für sonstige Aufwendungen (z.B. für die Kranken- und Pflegeversicherung oder private Haftpflicht- und Hausratverträge).
Der Höchstbetrag zur Altersvorsorge wurde erhöht auf 20.000 Euro. Er begann jedoch erst einmal niedriger und wird bis zum Jahr 2025 wie folgt gestaffelt:
Im Jahr 2005 konnten vorerst nur 12.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden.
Danach wird die Abzugsfähigkeit pro Jahr um 2% angehoben - und das solange, bis im Jahr 2040 endlich die 100%-Grenze erreicht wird.
WICHTIG:
Dem neuen Freibetrag werden auch die Beiträge zur privaten Altersvorsorge zugerechnet. Das heißt, wenn Sie z.B. 3.000 Euro jährlich in private Sparverträge stecken, die ebenfalls gefördert werden, können die gesetzlichen Rentenbeiträge in diesem Jahr (2010) nur noch mit maximal 10.248 Euro von der Steuer abgesetzt werden (für Angestellte die Hälfte).
Der Höchstbeträg für alle anderen Vorsorgeaufwendungen wurde ab 2005 gekürzt auf 1.500 Euro für Angestellte und Beamte, sowie auf 2.400 Euro pro Jahr für Selbständige und Freiberufler.
Ab 2010 wurde dieser, im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes, wieder auf folgendes Niveau angehoben:
Für ledige:
- 1.900 Euro bei Arbeitnehmern
- 2.800 Euro bei Selbständigen
Für verheiratete:
- 3.800 Euro bei Arbeitnehmern
- 5.600 Euro bei Selbständigen
Vorsorgeaufwendungen:
Die Beiträge zur gesetzlichen Rente waren im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen steuerlich begrenzt absetzbar, also nur bis zu einem bestimmten Höchstbeitrag.
In den Höchstbetrag wurden auch die Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung eingerechnet sowie die Aufwendungen für einige private Versicherungen (Haftpflichtversicherungen, private Renten- und Unfallversicherungen, Lebensversicherungen).
Seit Januar 2010 können die Beiträge für gesetzliche oder private Kranken- und Pflegeversicherungen separat von der Steuer abgesetzt werden, fallen demnach nicht mehr unter die begrenzten Vorsorgeaufwendungen.
Fazit
Der damalige Finanzminister Eichel wird sich bei einer Monatsrente von ca. 11.500 Euro nicht ganz sooo viel Sorgen machen müssen. Für rund ein Viertel aller Rentnerhaushalte jedoch bringt das neue Alterseinkünftegesetz ziemliche Rentenlöcher.  
Die Deutsche Finanzagentur GmbH Der Staat bezweckt damit die langfristige Verlagerung der Rentenvorsorge weg vom gesetzlichen hin zu privaten Systemen. Wir aber halten es für fraglich, ob private Vorsorgemaßnahmen von der jungen Bevölkerungsschicht in dem Maße angenommen werden, wie es sich der Gesetzgeber durch die Steuerbegünstigungen erhofft - denn schließlich sind diese ja freiwillig.
Besonders für alle Angestellten ist die neue Regelung sehr schmerzlich, denn schließlich sind Arbeitnehmer zwangsweise dazu verdonnert, noch weiter Beiträge an die gesetzliche ´Konkursmasse´ abzuführen - ob sie denn wollen oder nicht.
Selbständige und Freiberufler dagegen sollten spätestens jetzt überlegen, ob sie weiterhin noch freiwillige Beiträge an die Konkursmasse gesetzliche Rentenkasse abführen wollen.
Auch die Zahlung des Mindestbeitrages zum Erhalt der Erwerbsminderungsrente ist oft sinnlos. Selbständige erhalten nämlich nur in wenigen Fällen Leistungen daraus.


 
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