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Ratgeber Versicherungen - Vergleiche und Tipps zur Versicherung
Der Versicherungsratgeber
So kann man Versicherungen kündigen

Lange Zeit hatten es die Versichererungen beim „Geschäft mit der Angst” ziemlich leicht. Denn die Versicherten konnten die vielen Tarife nicht objektiv vergleichen.
In der Folge wurde oft die gleiche Versicherungsgesellschaft gewählt, wie sie die Eltern schon hatten.

Angesichts der knappen Kassen und steigender Steuer- und Sozialabgaben setzen die meisten Verbraucher mittlerweile den Sparstift an. Und was liegt da näher, als auch die Ausgaben für die einzelnen Versicherungsverträge zu überprüfen?

Wenn die Versicherung aber auf Stur stellt und Ihre frühzeitige Kündigung ablehnt, hilft eine späte Reue nur wenig. Nachfolgend erläutern wir Ihnen, wie und wann Sie eine ungeliebte Versicherungspolice vielleicht wieder loswerden können.

  • Generell für alle Versicherungssparten gilt ...

    dass Ihnen vor der Antragstellung das so genannte „Produktinformationsblatt” sowie die Versicherungsbedingungen und Verbraucherinformationen ausgehändigt werden müssen. Wenn Sie irgend eines dieser Schriftstücke nicht bekommen haben oder nur ein veraltetes bzw. fehlerhaftes, können Sie den Vertrag anfechten - und das sogar ab Vertragsbeginn. Verjährungsfristen hat der Gesetzgeber für solche Fälle nicht vorgesehen.

    Dies gilt jedoch nicht ...

    • wenn Sie den Antrag direkt bei der Versicherungsgesellschaft abschließen
      oder über einen Vertreter, der nur für dieses eine Unternehmen tätig ist.
    • wenn Sie bei Antragstellung schriftlich und per Unterschrift erklärt haben,
      dass Sie auf die vorherige Aushändigung dieser Schriftstücke verzichten.
    • wenn Sie für den Antrag das sog. „Invitatio-Modell” gewählt haben.

      Das Wort stammt aus dem Lateinischen »invitatio ad offerendum«

      (Einladung zur Abgabe eines Angebots). Hier fordern Sie, als Kunde,

      die Versicherung auf, Ihnen ein verbindliches Angebot zu machen.

      Dies bekommen Sie daraufhin (zusammen mit allen Informationen und einer Willenserklärung) zugesandt. Hiernach müssen Sie noch mal aktiv werden

      und die Willenserklärung unterschrieben an den Versicherer zurück senden.

      Solange Sie die Erklärung nicht zurück senden, kommt kein Vertrag zustande.

  • Lebens- / Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen ...

    Laut Bedingungen ist eine Vertragsauflösung immer zum Ende des jeweiligen Versicherungsjahres möglich.  Aber so steht´s eben nur in den Bedingungen.

    Denn solche Verträge können Sie jederzeit beenden, also praktisch von Heute auf Morgen.

    Die Versicherung wird Ihnen zwar einige Briefe zusenden mit der Aufforderung zur weiteren Beitragszahlung, doch Sie brauchen sich davon nicht einschüchtern zu lassen. Gesetzlich gültige Mahnungen werden Sie von dort niemals bekommen. Sollte der Versicherer also postalisch ankündigen, dass Konsequenzen drohen, werfen Sie diese einfach (mit einem breiten Lächeln) in den feuchten Müll. Ob Sie die Beiträge für Ihre Lebens-, Renten-, oder Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen oder nicht, bleibt nämlich immer Ihre freiwillige Sache. Ihre Versicherung kann die Beiträge in keinem Fall gesetzlich einklagen. Sie werden sich also niemals gegen ein gerichtliches Mahnverfahren wehren müssen.

    Das aber sollten Sie wissen:

    Wenn Sie bei Kapital-Lebensversicherungen bereits Rückkaufswerte angesammelt haben, oder aus Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen irgendwelche Ansprüche aus Überschussanteilen besitzen, wird die Versicherung Ihren Anspruch um diejenigen säumigen Beiträge kürzen, die ihr bis zum Ablauf des Versicherungsjahres zugestanden hätten.

  • Private Krankenversicherungen ...

    In der PKV haben Sie die Möglichkeit der regulären oder außerordentlichen Kündigung.
    • Die reguläre Kündigung :

      Hier gelten je nach Krankenversicherungsgesellschaft unterschiedliche Fristen.

      Für nähere Informationen schauen Sie bitte in nach.

    • Die außerordentliche Kündigung :

      Bei einer Beitragserhöhung lässt sich Ihre bestehende PKV außerordentlich kündigen. Sie können den Vertrag dann innerhalb von vier Wochen nach dem Erhalt des Informa- tionsschreibens kündigen. Maßgeblich dafür ist das Erstellungsdatum, welches in dem Informationsschreiben eingedruckt wurde (zuzüglich 2 Tage für den Postweg).

      Doch Vorsicht:

      Es ist es schon vorgekommen, dass die Informationsschreiben zur Beitragsanpassung erst einige Wochen nach dem Datum angekommen sind, welches in dem Schreiben eingedruckt war. Bewahren Sie deshalb immer den Briefumschlag des Schreibens auf, denn anhand des Poststempels können Sie später notfalls beweisen, dass Sie das Schreiben zu spät erhalten haben.

      Wer als Schüler oder Student einen ermäßigten Beitrag zur Pflegeversicherung genießt, hat kein besonderes Kündigungsrecht, sollten allein die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen. Diese werden nämlich vom PKV-Verband festgelegt. In der Praxis aber sind die Prämien in den vergangenen Jahren sogar gesunken.

  • Kfz-Versicherungen ...

    Auch hier besteht die Möglichkeit einer außerordentlichen oder regulären Kündigung.

    Mit einem Fahrzeugwechsel oder nach einem eingetretenen Schaden kann der Vertrag jederzeit außerordentlich beendet werden.

    Für eine reguläre Kündigung muss das Schreiben bis zum 30.11.2014 bei der Versicherung vorliegen, sonst bleibt der Vertrag weiterhin für ein ganzes Jahr bestehen. Ein verbreitetes Dogma ist, dass für die Kündigung allein das Datum des Poststempels / Einschreibe- belegs zählt. Das ist falsch, denn maßgeblich ist immer der Tag, an dem das Schreiben bei der Versicherung vorliegt. Es sollte daher spätestens 4 Werktage vor dem 30. November abgeschickt werden.

    Bei einigen (sehr wenigen) Gesellschaften gibt es Ausnahmen beim Kündigungstermin.
    Solche Verträge können nicht zum Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden, sondern immer nur zum Ende eines genau festgelegten Termins. Werfen Sie hierzu einen Blick in die Versicherungsbedingungen, oder telefonieren direkt mit der Versicherung.

    Eine weitere Ausnahme bildet die Kasko-Versicherung (Voll- oder Teil-Kasko), weil dort normalerweise eine Kündigungsfrist von 3 Monaten greift. Allerdings wird wohl kaum eine Versicherungsgesellschaft darauf pochen, dass die Kaskoversicherung alleine bestehen bleiben muss ohne die obligatorische Kfz-Haftpflicht. In der Praxis haben wir von solchen Vorgehensweisen zumindest nie gehört.

  • Unfall / Haftpflicht / Hausrat / Gebäude oder Rechtsschutz ...

    Solche Verträge sollten Sie immer nur mit einer Laufzeit von einem Jahr abschließen.

    Falls Sie solch einen Vertrag gleich über fünf Jahre abgeschlossen haben, werden Ihre Kündigungsrechte in Zukunft gestärkt.

    Durch Nachbesserungen im Versicherungsvertragsgesetz können solche Verträge nämlich schon zum Ende des dritten Versicherungsjahres gekündigt werden, sofern sie ab Januar 2008 abgeschlossen wurden.

    Für ältere Verträge gab es seinerzeit eine Übergangsfrist, doch seit dem 1. Januar 2009 können alle Versicherten von den neuen Kündigungsrechten profitieren. Seither können selbst alte 5-Jahres-Verträge nach dem 3. Jahr vorzeitig gekündigt werden.

    Spätestens drei Monate vor Ablauftermin muss die Kündigung bei der Versicherung liegen. Wer den Kündigungstermin verpasst hat, kann das im nächsten Jahr nachholen, denn der Vertrag verlängert sich hiernach nur für jeweils ein weiteres Jahr.

    Eine weitere Möglichkeit zur Kündigung besteht, wenn ein berechtigter Schadenfall eingetreten ist. Dann sollten Sie sofort - also unmittelbar nach dem Erhalt der Versicherungsleistung - die Kündigung aussprechen.

    Was viele nicht wissen: bei der Privathaftpflichtversicherung tritt der Schadenfall generell dann ein, wenn die Versicherung die Haftungsfrage prüfen muss. Das heißt: selbst, wenn Sie gar nicht haftpflichtig zu machen sind und darum keine Leistungen aus dem Vertrag auszahlbar sind, können Sie dem Haftplichtversicherer kündigen.

    PS: Bei der Unfallversicherung wünschen wir Ihnen, dass Sie besser „unfallfrei” bleiben.

 

Bevor Sie die Versicherung wechseln sollten Sie immer sicherstellen, dass ein anderer Anbieter Sie ohne weiteres aufnimmt.

Denn je nach Versicherungssparte kann ein Wechsel auch mit Erschwernissen verbunden sein - oder sogar zu einer kompletten Ablehnung durch die neue Versicherung führen.

  • Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen

    Diese führen vor dem Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung durch und fragen Sie im Antrag nach möglichen Erkrankungen oder Unfällen der vergangenen 5 bis 10 Jahre.

    Haben Sie die ein oder andere Vorerkrankung, kann die Versicherung entweder einen Beitragszuschlag verlangen, einzelne Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließen, oder den Antrag auch ganz ablehnen.

    Jedoch beurteilen nicht alle Gesellschaften die Erkrankungen gleich. Wenn die eine Versicherung ablehnt, gibt es oft immer noch Möglichkeiten bei anderen Anbietern.

  • Private Krankenversicherungen

    Die privaten Krankenversicherer erkundigen sich über Ihre Erkrankungen der letzten 3 bis 5 Jahre - oder fragen Sie nach Ihren Krankenhausaufenthalten der letzten 5 bis 10 Jahre (die Abfragedauer ist je nach Gesellschaft unterschiedlich). Falls in diesem Zeitraum die ein oder andere Erkrankung bzw. Verletzung bestand, dann sollten Sie zunächst besser einen Probeantrag stellen. Sollte die Versicherung Ihren Antrag ablehnen, so können Sie es danach immer noch anderweitig versuchen, ohne dass die vorherige Ablehnung bei dem anderen Unternehmen genannt werden muss.

  • Haftpflicht-, Hausrat-, Gebäude-, Kfz-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen

    In diesen Sparten wird bei Antragstellung fast immer nach den eventuellen Vorschäden der letzten 2 bis 10 Jahre gefragt. Kam es allzu häufig zu teuren Schäden, dann könnte Ihre neue Versicherung den Antrag unter Umständen komplett ablehnen.

    Bei Unfallversicherungen wird zudem oft nach schweren Vorerkrankungen oder vorherigen Unfallverletzungen gefragt. So werden entmündigte Personen oder psychisch schwerst Erkrankte erst gar nicht versichert.

  • Elementarschäden in der Hausrat- und Gebäudeversicherung

    Unter solchen Schäden versteht man Einwirkungen durch Naturgewalten wie Erdrutsch, Erdbeben, Überschwemmungen, Schneedruck oder Lawinen.

    Sollten solche Schadenereignisse in den letzten 10 Jahren aufgetreten sein, lehnen die meisten Versicherungen eine Deckung ab. In aller Regel besteht dann keine Möglichkeit einer Neuversicherung bei einem anderen Anbieter.

 
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