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Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Kosten senken mit einer Selbstbeteiligung

Mit einer Selbstbeteiligung (SB) legen Sie fest, dass Sie pro Kalenderjahr einen bestimmten Teil der Krankheitskosten aus der eigenen Tasche zahlen möchten.

Im Gegenzug können Sie so die Beiträge der privaten Krankenversicherung senken, denn die Tarife mit Selbstbeteiligung sind in der Monatsprämie deutlich güstiger, als vergleichbare Tarife ohne diesen Selbstbehalt.

Alle Privatversicherungen bieten beim Selbstbehalt unterschiedliche Höhen an.
Die Bandbreite reicht von 53 EUR bis zur Höchstgrenze von 5.000 EUR pro Jahr.

Für Kinder und Jugendliche haben viele Tarife aber oft nur den halben Selbstbehalt.

Außerdem gibt es vier verschiedene Formen der Selbstbeteiligung:

  • Komplette Selbstbeteiligung

    Hier greift der Selbstbehalt für alle Leistungsbereiche (Ambulant/Stationär/Zahn). Diese Regelung finden wir immer nur bei den Kompakt-Tarifen der PKV. Bei einigen Kompakt-Tarifen entfällt der Selbstbehalt aber immerhin für den stationären Bereich, also bei Übernachtungen im Krankenhaus. Bei manchen wird für ärztliche und zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf die Selbstbeteiligung verzichtet.
  • Selbstbeteiligung nur in Teilbereichen

    Diese Variante findet man oftmals bei den Modul-Tarifen der privaten Versicherung.
    Dort greift die Selbstbeteilung dann z.B. nur für den ambulanten Bereich, während Krankenhausaufenthalte und/oder Zahnbehandlungen davon befreit sind.
  • Prozentualer Selbstbehalt (auch Quoten-Selbstbeteiligung genannt)

    Bei diesen Tarifen greift die Selbstbeteiligung immer nur zu einem gewissen Anteil an den Behandlungskosten (z.B. 20 Prozent) und nur bis zu einer fest bestimmten Höchstgrenze. Beispiel: Hat der Tarif eine SB von 20% bis max. 200 EUR, bekommen Sie ab sofort 80% der Kosten erstattet. Sobald die maximale SB-Grenze von 200 EUR innerhalb des Jahres erreicht ist, werden 100%
    der tariflichen Leistungen übernommen.
  • Fallweise Eigenbeteiligung

    Diese Variante wird derzeit nur von der Continentale Krankenversicherung angeboten. Eine fallweise Selbstbeteiligung bedeutet, dass diese für jeden Tag eines Arztbesuches oder Krankenhausaufenthaltes zur Anwendung kommt.

    Hier wird Ihnen also pro Arztbesuch / bzw. Behandlungstag ein fester Anteil vom Erstattungsbetrag abgezogen. Derzeit werden zwei solche Tarife angeboten, wo entweder 10 EUR oder 20 EUR von der Erstattung abgezogen werden).

Eines aber haben alle der vorgenannten Varianten gemeinsam:

Die Selbstbeteiligung greift für jede versicherte Person stets einzeln. Einziger Unterschied: Bei den ersten drei Varianten beginnt die Selbstbeteiligung mit jedem Kalenderjahr neu, bei der letztgenannten mit jeder einzelnen Behandlung.

Eine Selbstbeteiligung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie nur selten zum Arzt gehen oder sich praktisch nur für den schlimmsten Fall - z.B. für teure Aufenthalte im Krankenhaus oder für Zahnersatzkosten absichern möchten.
Nicht immer aber lässt sich mit einer Selbstbeteiligung ein wirklicher Beitragsvorteil erzielen. Denn ist diese zu hoch, könnte sich die anfängliche Kostenersparnis schnell in das Gegenteil wandeln, sollten Sie innerhalb eines Jahres des öfteren in Behandlung sein.
  • Selbständige und Freiberufler

    Für selbständig tätige rechnet sich eine hohe Selbstbeteiligung in fast allen Tarifen der privaten Krankenversicherung. Eine moderate SB bis z.B. 600 EUR rechnet sich immer.
  • Angestellte

    Für sie sollte die Eigenbeteiligung maximal 500 EUR betragen - denn schließlich muss der Arbeitgeber zwar die Hälfte der Beiträge, nicht aber die Selbstbeteiligung erstatten. Manchmal wird die Selbstbeteiligung auch von der Firma übernommen (bis 600 EUR steuerfrei). In diesen, sehr seltenen Fällen, ist eine höhere Selbstbeteiligung auch für Arbeitnehmer interessant. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind, können Sie
  • Ärzte / Zahnärzte

    Für Mediziner rechnet sich ein Selbstbehalt zumindest im Bereich der ambulanten Leistungen, denn unter „Kollegen” man behandelt sich oft gegenseitig und hat einen anderen Zugang zu Medikamenten und Heilmitteln. Ähnliches gilt für Angestellte Krankenhausärzte, bei denen eine Selbstbeteiligung für den stationären Bereich
    oft sinnvoll ist.
  • Weniger ist manchmal mehr

    Bei den der privaten Krankenversicherung wird die anfänglich erzielte Beitragsersparnis umso geringer, je höher die Selbstbeteiligung ausfällt. Sollten Sie also innerhalb eines Jahres häufiger zum Arzt müssen und den Selbstbehalt voll ausschöpfen, bedeutet das unter Umständen ein Minusgeschäft für Sie.

    Anders verhält es sich bei den der PKV, denn preislich sind diese meistens erst mit einer hohen Selbstbeteiligungsvariante interessant - und der Selbstbehalt greift dort fast immer nur für den ambulanten Teilbereich.

Eine Selbstbeteiligung in der passenden Höhe kann Ihnen durchaus hohe Preisvorteile bescheren. Auch im Hinblick auf mögliche Beitragserstattungen kann ein Selbstbehalt dazu beitragen, Ihre Kosten zu senken. Denn viele Privatversicherungstarife erstatten Ihnen zusätzlich einen Teil der Beiträge zurück, wenn Sie innerhalb eines Kalenderjahres keine Leistungsrechnungen stellen.

In unserem interaktiven Vergleichsrechner können Sie die PKV-Tarife deshalb auch nach dem Effektivbeitrag - also den fiktiven Kosten inklusive der möglichen Selbstbeteiligung vergleichen. Sie erhalten dort auch die Beitrags-Rückerstattungen aufgelistet.

 
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