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Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Mitversicherung von Kindern in der PKV

Die private Krankenversicherung kennt keine kostenlose Mitversicherung für Familienmitglieder - auch nicht für Kinder. Diese familiennahme Regelung
gibt es nur im System der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

Für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 16 Jahren ist die GKV sogar alles andere als schlecht, weil der gesetzliche Leistungskatalog hier zum Teil deutlich bessere Leistungen vorsieht, als für seine erwachsenen Kassenmitglieder.

Denn bei Kindern entfallen nicht nur die meisten Zuzahlungen, sondern es sind auch einige Sonderleistungen (wie Sehhilfen oder Zahnspangen) eingeschlossen. Darüber hinaus werden alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen übernommen (bei letzteren sein Sie bitte vorsichtig und lassen gesunde Skepsis walten, bevor Sie irgend jemanden mit der Impf-Nadel an Ihr Kind heran lassen).

Liegt ein Kind von unter 14 Jahren gar im Krankenhaus, bieten viele Kliniken im Rahmen der Kassenleistungen sogar die Übernachtung eines Elternteiles im selben Krankenzimmer an.

Insgesamt gesehen ist das Leistungsspektrum in der GKV für Kinder sogar besser, als vergleichsweise in den Billig-Tarifen der PKV.

Trotzdem müssen sich GKV-versicherte Patienten oftmals auf längere Wartezeiten einstellen, denn Kassenpatienten und deren Kinder haben in "modernen" Praxen meist nur den Status von Kunden dritter Klasse.

Die Bezeichnung ´Kunde´ dürfen Sie wörtlich nehmen, denn unser einst großartiges Gesundheitswesen ist mittlerweile ein Märchen von „Es war einmal“. Es ist zu einer Industrie mutiert wegen der Globalisierung und Privatisierung zugunsten der Pharmalobby und großer Betreibergesellschaften von Krankenhäusern und Kliniken.

Gut ausgebildete deutsche Ärzte gehen heute nicht selten ins Ausland, weil hier kaum noch Perspektiven bestehen und weil die Gängelungen durch den bürokratischen Staat Überhand nehmen. Deshalb gibt es auch immer weniger Kinderärzte in der BRD.

Es liegt in der Hauptsache am Abrechnungssystem, denn jeder Arzt bekommt, für gesetzlich Versicherte, pro Quartal nur einen Fix-Betrag zugesprochen, welchen er je Patient abrechnen darf (einschließlich Medikamtente, die den größten Kostenfaktor ausmachen!).  Ist das Gesamt-Budget aufgebraucht, muss der Arzt alle Kassenpatienten bis zum Ende des Kalenderquartals quasi kostenlos behandeln.

Wo müssen Kinder versichert werden?

  • Bei Ehepartnern oder eingetragenen Lebensgemeinschaften müssen Kinder immer bei demjenigen Elternteil versichert sein, der das höhere Einkommen hat. Ist einer der Partner in der GKV versichert und der andere in der PKV, entscheidet die Verdiensthöhe über die Versicherungsart des Kindes.
  • Liegt das Gesamteinkommen des GKV-Versicherten Elternteils höher, kann das Kind kostenfrei gesetzlich familienversichert werden, sofern es keine Arbeits- einkünfte von mehr als 400 EUR pro Monat bezieht oder sonstige Einkünfte
    (z.B. aus Zinsen, Mieten, Pachten oder Beteiligungen), die höher sind als
    405 EUR im Monat (Stand: 2015).
  • Wer sein Kind in der PKV versichern muss, braucht es nicht zwangsläufig bei der eigenen PKV-Gesellschaft anmelden. Nicht wenige Gesellschaften versichern Kinder nämlich auch ohne Mitwirkung eines Erwachsenen. Eine detaillierte Liste dazu finden Sie unter oder bei den Tarifinformationen in unserem interaktiven PKV-Vergleich.

Versicherung von Neugeborenen

  • In diese schöne Situation kommen jedes Jahr hunderttausende von Paaren:
    Das Glück wird wahr und ein Kind wird geboren. Solange beide Elternteile in der GKV versichert sind, ist die Frage der Mitversicherung des neuen Menschlings schnell geklärt: Neugeborene sind im Rahmen der gesetzlichen Familienver- sicherung kostenfrei mitversichert.
  • In der privaten Krankenversicherung ist es anders. Hier müssen die folgenden Regelungen beachtet werden:

    Soll ein Neugeborenes im gleichen PKV-Unternehmen versichert werden, wie einer der Elternteile, so kann der kleine Sproß auch hier ohne Probleme mitversichert werden. Denn auch für die Privatversicherer besteht eine unbedingte Pflicht zur Nachversicherung von Neugeborenen, sofern die Geburt des Kindes innerhalb
    von 2 Monaten angemeldet wird.

    In dem Fall wird der Versicherungsschutz vom Tag der Geburt an garantiert - und das ohne Wartezeiten und ohne Risikozuschläge wegen etwaiger Erkrankungen. Dies wird Ihnen zugesichert nach den Musterbedingungen (MB/KK) der PKV, welche Sie in § 2, Abschnitt 2 auf Seite 6 in dieser PDF-Datei nachlesen können.

Doch Achtung, es bestehen folgende Einschränkungen und Fallstricke:

  • die Nachversicherung gilt nur unter der Voraussetzung, dass ein Elternteil vor der Geburt mindestens 3 Monate bei dem gleichen PKV-Unternehmen versichert war.
  • Ist ein Wechsel der PKV-Gesellschaft geplant, so stellt sich die Frage, inwieweit der oben genannte 3-Monats-Zeitraum erfüllt werden kann, falls das Kind ein "Frühchen" sein sollte, also im Rahmen einer Frühgeburt empfangen wird. In dem Fall würde für das neue PKV-Unternehmen, in das vor kurzem erst gewechselt wurde, kein Zwang zur Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung bestehen (es sei denn, dass vorher eine andere Vereinbarung mit der Gesellschaft geschlossen wurde, welche jedoch sehr schwer verhandelbar ist).
  • Die Tücken einer Anwartschaft:

    Viele Menschen glauben (oder es wird ihnen von Vermittlern glaubhaft gemacht), dass die notwendigen 3 Monate notfalls durch eine sog. Anwartschaft erfüllt werden können. Wir haben bei den einzelnen Gesellschaften nachgefragt und mussten erfahren, dass einige Gesellschaften die Anwartschaft nicht als notwendigen Versicherungszeitraum für die Nachversicherung von Kindern betrachten. Auf dieser Grundlage haben wir den Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV-Verband) um eine Stellungnahme gebeten. Die Fragen an den PKV-Verband lauteten:

    Eine schwangere Frau stellt im September 2010 einen Antrag auf Versicherungsschutz in der Privaten Krankenvollversicherung mit Beginn zum 01.11.2010. Für die Monate September und Oktober soll der Vertrag zunächst auf Anwartschaft laufen, weil bis dahin noch die gesetzliche Krankenversicherung besteht. Die Gynäkologin hat als Geburtstermin den 08.03.2011 ermittelt. Ab dem 01.12.2010 soll die Anwartschaft gewandelt werden zu einem Vollversicherungsschutz. Angenommen, dass Kind wird schon am 12.01.2011 geboren, wie steht es dann um die garantierte Nachversicherung des Kindes, weil dann ja die 3-Monats-Frist noch nicht erfüllt ist? Auf Anfrage bei den PKV-Gesellschaften hörten wir sehr unterschiedliche Aussagen. Welche Meinung vertreten Sie, als PKV-Verband, zu diesen zwei Fragen:

    • Besteht für ein neugeborenes Kind die Möglichkeit einer Nachversicherung gemäß den Musterbedingungen (MB/KK), wenn mind. 3 Monate zuvor eine Anwartschaft vereinbart wurde?
    • Zählt eine Anwartschaft während der Anwartschaftszeiten generell als vorher versicherte Zeit im Rahmen der 3-Monatsfrist für Neugeborene?

    Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Laut Meinung des PKV-Verbandes greift der Versicherungsschutz bereits ab dem Beginn der Anwartschaft. Somit zählt diese als wirksamer Zeitraum für die erforderliche 3-Monats-Frist. Denken Sie also bitte auch an diesen Fall, wenn es um den Wechsel der Privaten Krankenversicherung während der Schwangerschaft geht.

Welche Leistungen sollte ein PKV-Tarif für Kinder enthalten?

Im Grunde genommen sollten Sie auf dieselben Dinge achten, wie für sich selbst:
  • der Tarif sollte die Leistungen möglichst bis zum Höchstsatz der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) übernehmen, denn auch Kinder sind Privatpatienten
    beim Arzt - indirekt also Vertragspartner des Behandlers.
  • der Tarif sollte einen guten Hilfsmittelkatalog enthalten.

Darüber hinaus sind für kleinere Kinder folgende Punkte ratsam:

  • die Selbstbeteiligung sollte nicht zu hoch sein, denn Kinder sind
    vergleichsweise sehr viel häufiger in Behandlung, als Erwachsene.
  • weil früher oder später oftmals eine Zahnspange notwendig wird, sollten Sie auf eine hohe Erstattung für kieferorthopädische Leistungen achten. Es gibt PKV-Tarife, die hierfür Leistungen von zwischen 90 und 100% vorsehen ... und nicht mal teuer sind.
  • auf gesonderte Wahl-Leistungen im Krankenhaus (1- oder 2-Bettzimmer) können Sie bei Kleinkindern getrost verzichten. Bis zum vollendeten 16. Lebensjahr werden diese ohnehin auf der Kinderstation untergebracht - und dort gibt es keine gesonderte Unterbringung.
  • eventuell sollte ein Krankenhaus-Tagegeld mitversichert werden, falls der Tarif keine Leistungen für ein Rooming-In vorsieht. Damit können Sie notfalls, wenn Ihr Kind ins Krankenhaus kommt, eigene Übernachtungen im gleichen Zimmer finanzieren.
 
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