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Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Steuervorteile mit dem Bürgerentlastungsgesetz

Nein, es war kein Geschenk von der „Tigerentenregierung”, denn dieses Gesetz wurde seinerzeit noch unter der großen Koalition verabschiedet.

Seit Januar 2010 sind die Beiträge zu gesetzlichen Kassen und auch zur privaten Krankenversicherung in voller Höhe steuerlich abzugsfähig. Klingt zunächst gut, oder?

Das die Beiträge jedoch in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden können, ist (zumindest für die PKV) nicht zutreffend.

  • Zuerst einmal sei festzuhalten, dass nur die Prämien zur Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich berücksichtigt werden können, nicht aber
    die Beiträge für ein versichertes Krankengeld in der GKV oder PKV.
  • Außerdem lassen sich die PKV-Prämien nur in der Höhe absetzen, die dem Leistungsniveau der gesetzlichen Kassen entsprechen. Mit anderen Worten:
    Für PKV-Leistungen, die über die medizinische Grundversorgung der GKV hinausgehen, setzt das Finanzamt entsprechende Abschläge nach einem Punktesystem an. Dies können z. B. anteilige Prämien für eine Privatarzt- behandlung oder eine Einzelzimmer-Unterbringung im Krankenhaus sein.
    Auch wenn ein PKV-Tarif höhere Zahnersatz-Leistungen als in der GKV vorsieht
    (und das ist nahezu immer der Fall), wird der Steuerabzug anteilig gemindert.
    Als Faustformel gilt, dass zwischen 65 und 80 Prozent der tatsächlich gezahlten Beiträge steuerlich ansetzbar sind.
  • Beachten Sie zudem, dass Beitragsrückerstattungen, wie sie viele PKV-Tarife gewähren, gegengerechnet werden und den Steuervorteil somit mindern. Dies betrifft auch die vertraglich garantierten Rückerstattungen, wie sie einige wenige PKV-Tarife vorsehen.

Gleichzeitig sind die Vorsorgeaufwendungen ab 2010 gestiegen :

Für ledige Angestellte steigen diese von 1.500 EUR auf dann 1.900 EUR.
Für ledige Selbstständige steigt der Betrag in gleichem Maße (auf dann 2.800 EUR).
Für verheiratete Paare sind die Grenzen jeweils doppelt so hoch.

Wichtig sind diese Grenzen in erster Linie für Menschen, welche für die Kranken- und Pflegeversicherung nur geringe Ausgaben haben. Grund: Wenn die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung die Vorsorgeaufwendungen nicht ausschöpfen, können in die oben genannten Grenzen auch Prämien für andere Versicherungen hinzu gerechnet werden. Wenn hingegen die Kosten zur Kranken- und Pflegeversicherung über dem Höchstbetrag liegen, sind diese ab dem nächsten Jahr trotzdem in voller Höhe absetzbar. In dem Fall ist die Grenze praktisch aufgehoben und weitere Vorsorgeaufwendungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Finanzämter müssen übrigens überprüfen, ob die neue steuerliche Abzugsfähigkeit sich besser rechnet als der Steuervorteil, welcher sich aus den sog. Vorsorgeaufwendungen ergibt. Der Steuerabzug aus den Vorsorgeaufwendungen dürfte bei den meisten Leuten jedoch bereits ausgeschöpft sein, weil hierzu beispielsweise auch Beiträge zu Lebens- und Rentenversicherungen oder Haftpflichtversicherungen zählen.

 

PS: Haben Sie sich einmal gefragt, warum die Finanzbehörden und sogar der Bundestag mit einer Umsatzsteuer-ID firmieren, obwohl diese doch Ämter bekleiden und Behörden sein wollen?

 
Die beantworten wir gern.
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