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Gesetzliche Krankenkassen
Wahltarife gesetzliche Krankenkasse
Im April 2007 mussten alle gesetzlichen Krankenkassen so genannte „Wahltarife” einführen, welche bisher aber zu Recht auf wenig Gegenliebe gestossen sind.
Die Wahltarife waren einer der Bestandteile der Gesundheitsreform von 2006, womit mehr Wettbewerb und vor allem mehr Wahlfreiheit für die Versicherten geschaffen werden sollte.
Vereinfacht gesagt haben gesetzlich krankenversicherte seitdem ein Wahlrecht zwischen Tarifen, die entweder die Beiträge reduzieren oder für besondere Versorgungen leisten.
Die folgenden Wahltarife müssen seitdem von allen Krankenkassen angeboten werden:
  • Wahltarife für besondere Versorgungsformen mit integrierten Versorgungen oder erweiterten ambulanten ärztlichen Behandlungsformen.
  • Tarife mit strukturierten Behandlungsprogrammen bei chronischen Erkrankungen.
    Die maximalen Zuzahlungen müssen bei solchen Tarifen von zwei auf ein Prozent begrenzt werden, sofern der Versicherte regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnimmt.
  • Wahltarife mit dem Hausarztmodell. Wer demnach immer zuerst den Hausarzt vor dem Facharzt aufsucht, wird von möglichen Zuzahlungen oder von der Praxisgebühr befreit.
Folgende Wahltarife können von den Kassen angeboten werden, müssen es aber nicht:
  • Wahltarife mit Selbstbeteiligung:
    Hier muss jeder Versicherte seine Behandlungskosten bis zu einer bestimmten Höhe aus der eigenen Tasche bezahlen. Im Gegenzug wird dafür der Beitrag reduziert.

    Die Faustregel dabei ist: Je mehr ein Versicherter verdient, desto höher darf auch die Selbstbeteiligung sein. Und je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer ist auch der Beitrag. Die Beitragsreduzierung darf jedoch nur max. 50 EUR pro Monat betragen.

    Das Modell einer Selbstbeteiligung ist aus der privaten Krankenversicherung ja schon hinlänglich bekannt, wo es besonders für Selbständige und Rentner attraktiv ist.

    Bei den gesetzlichen Kassen hingegen werden sich die Selbstbeteiligungstarife aber wohl nur bei jungen Menschen durchsetzen - garantiert aber nicht bei chronisch kranken.
  • Wahltarife mit Beitragsrückerstattung:
    Beitragsrückerstattungen sind in der privaten Krankenversicherung schon seit jeher gang und gebe. Die PKV-Tarife zahlen bis zu sechs Monatsbeiträge zurück.

    Bei den gesetzlichen Kassen wird dies so umgesetzt: Wer ein Jahr lang keine Kosten verursacht, erhält eine Rückerstattung von bis zu einem Monatsbeitrag (abhängig vom Wahltarif, eventuell also auch weniger). Vorsorgeuntersuchungen gelten zwar nicht unbedingt als Kostenverursachend - doch auch diese Klausel hängt immer von den Bestimmungen des jeweiligen Wahltarifes ab.
Tipp
Vorerst möchten wir Ihnen dringend davon abraten, in irgend einen der Wahltarife der gesetzlichen Kassen wechseln. Die Gründe sind folgende:
  • Wer sparen will muss genau hinsehen - denn manche Wahltarife haben einen Haken:
    Wenn Sie sich für einen Wahltarif mit Selbstbeteiligung oder Beitragsrückerstattung entscheiden, wären Sie 3 Jahre lang nicht nur an die gewählte Krankenkasse, sondern automatisch auch an den gewählten Tarif gebunden. Selbst bei einer Beitragserhöhung würde kein Sonderkündigungsrecht bestehen.
  • Die Vielzahl und Unterschiede der Tarife sind nur schwer zu durchblicken. Wir waren trotz intensiver Bemühungen bisher nicht in der Lage, Ihnen einen wirklich transparenten Online-Vergleich zu den Wahltarifen zu entwickeln. Für die PKV dagegen haben wir solch einen Rechner - obwohl dort weitaus mehr Tarife und Leistungsunterschiede vorhanden sind.
  • Obwohl sich die Kassen jeden ihrer Tarife durch ihre Aufsichtsbehörde genehmigen lassen müssen, ist derzeit (zumindest bei den Wahltarifen mit Selbstbeteiligung) noch keine Chancengleichheit gegeben. So unterstehen etwa die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK´s) nicht dem Bundesversicherungsamt (BVA), sondern werden von den Landesbehörden beaufsichtigt. Die Folge ist, dass die jeweilige AOK nicht die echten Kosten veranschlagen muss, sondern nur eine Pauschale, die unter den tatsächlichen Echtpreisen liegt. Dies verschafft den Allgemeinen Ortskrankenkassen derzeit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten, welcher auf Dauer aber fragwürdig ist. Der Begriff des Selbstbehalts bedeutet nämlich, dass ein Versicherter alle Kosten bis zu einer festgelegten Grenze auch wirklich selbst zu zahlen hat. Eine wie auch immer geartete Pauschale ist mit dieser Regelung nicht zu vereinbaren.
 
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Stand der Datei: 15.09.2011| Copyright 1999 - 2017 dewion.de