|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Infos und Vergleich zum Thema BausparkassenVorteile und Nachteile von Bausparverträgen
Wer in den Genuss der staatlichen Förderungen (Wohnungsbauprämie oder Vermögenswirksame Leistungen) kommt, kann mit einem Bausparvertrag attraktive Renditen erzielen.
Ganz anders verhält es sich für diejenigen Sparer, die wegen eines zu hohen Einkommens keinen Anspruch auf die staatlichen Zuschüsse haben oder vom Arbeitgeber keine oder nur geringe Zuzahlungen auf die Vermögenswirksamen Leistungen bekommen.
Nachstehend möchten wir Ihnen die Vorteile und Nachteile aufzeigen sowie Dinge die man wissen sollte, bevor man einen Vertrag abschließt.
Die Vor- und Nachteile für den Sparer ...
Wenn Sie es definitiv nicht planen, eine Wohnung oder ein Haus zu finanzieren, sollten Sie vor dem Abschluss eines Bausparvertrages genau hinschauen und vor allem gut nachrechnen. Für eine reine Sparanlage rechnen sich Bausparverträge nämlich nur dann, wenn Sie alle oder wenigstens einen Teil der Zuschüsse mitnehmen können, die der Staat dafür zahlt.
Bis zu bestimmten Einkommensgrenzen können Bausparer hohe staatliche Förderungen nutzen in Form der so genannten Wohnungsbauprämie. Die Prämie ist in keinem Fall daran gebunden, dass Sie später einmal ein Bauspardarlehen für den Kauf oder die Modernisierung einer Immobilie in Anspruch nehmen müssen.
Sie ist vielmehr immer davon abhängig, wie hoch Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen ist. Und
je nach Familienstand sind die maßgeblichen Einkommensgrenzen sehr unterschiedlich.
Mehr darüber erfahren Sie im Abschnitt
Wenn Sie Ihren Bausparvertrag über die VL nutzen, können Sie eventuell eine weitere staatliche Förderung nutzen mit der sog. Arbeitnehmer-Sparzulage.
Diese Zulage beträgt derzeit
(none)
Prozent und wird bis zu einem jährlichen Beitrag von
(none)
EUR gewährt.
Weitere Infos dazu finden Sie im Kapitel
Obwohl Bausparverträge eine sehr sichere Geldanlage bilden, bieten sie trotzdem relativ attraktive Zinsen, welche bis zu 4,0 Prozent Brutto betragen können (abhängig von der Bausparkasse).
Was eine Bausparanlage jedoch zu einem echten Renditegrab macht, sind die einmaligen Abschlusskosten und die laufenden Kontoführungsgebühren.
Dadurch liegt die Netto-Rendite meist sogar unterhalb der Inflationsrate und man hätte sich im schlimmsten Falle buchstäblich arm gespart. Ihre Anlage wäre am Ende wohl weniger wert, als wenn Sie das Geld unter Oma´s Kopfkissen geparkt und sich 5 Jahre später einen High-Tech-Fernseher davon gekauft hätten - denn die werden immer billiger. Wer keine staatlichen Förderungen aus der Wohnungsbauprämie erhält und/oder keine Zulagen aus einem VL-Bausparvertrag, sollte zum Kapitalaufbau besser eine andere Sparform wählen. Das zumindest ist unsere Meinung. Denn allenfalls die Nutzung der staatlichen Zulagen macht das Bausparen für den Sparer attraktiv.
Die Vor- und Nachteile für Finanzierer ...
Es gibt so einige Nachteile bei Bausparverträgen, welche einem bei Vertragsabschluss kaum bewusst sind oder von den Banken und Vermittlern gerne mal kleingeredet werden.
Und nimmt man gar seinen eigenen Bausparvertrag genauer unter die Lupe, findet man oft noch die ein oder andere weitere Krux.
Die Darlehenszinsen aus einem Bausparvertrag sind Ihnen immer sicher.
Stellen Sie sich das Szenario vor, dass Sie in 8 Jahren eine Eigentumswohnung erwerben möchten oder in absehbarer Zeit eine Renovierung am Haus durchführen lassen müssen.
Im Falle einer Finanzierung durch die Bank oder Lebensversicherung wäre der spätere Darlehenszins völlig ungewiss, weil Banken und Versicherungen immer die aktuell gültige Zinshöhe festlegen, die zum Zeitpunkt der Finanzierung gilt. Je nach Höhe der aktuellen Hypothekenzinsen kann es manchmal also Sinn machen, einen Teil des Darlehens über einen bestehenden Bausparvertrag zu finanzieren, denn dieser Zinssatz steht fest.
Bei einer Baufinanzierung mit weniger als 40% Eigenkapital können die notwendigen Mittel in aller Regel nie über einen einzigen Kreditgeber finanziert werden. In der Folge „rangeln” sich die Kreditgeber darum, wer an erster Stelle in
im Grundbuch steht. Hypothekenbanken und Versicherungen z.B. wollen immer dort immer erstrangig eingetragen werden, was solche eine Mischfinanzierung schwierig machen dürfte.
Bausparkassen hingegen lassen sich immer auch den letzten Rang „gefallen”.
Die staatlichen Förderungen aus den Vermögenswirksamen Leistungen und/oder aus der Wohnungsbauprämie haben wir Ihnen
So mancher Bausparer glaubt sein Darlehen sofort dann zu bekommen, wenn er die erforderliche Mindestsumme (30 bis 50 Prozent) in den Vertrag angespart hat. Das aber ist ein Trugschluss. Wann das Darlehen am Ende ausgezahlt wird, ist nämlich immer offen. Es hängt davon ab, welches Verhältnis zwischen heraus gegebenen Darlehen und Spareinlagen zu dem Zeitpunkt besteht, an dem der Bausparer die Mindestsumme erreicht hat. Fließen der Bausparkasse zu dem Zeitpunkt viele Gelder zu (Bausparboom), kann die Zuteilung durchaus sehr schnell erfolgen. Im Umkehrschluss kann es in schlechten Zeiten (Bausparflauten) viele Monate oder sogar einige Jahre dauern.
Es ist den Bausparkassen übrigens gesetzlich verboten, genaue Aussagen über den Zuteilungs-Zeitpunkt zu machen oder mit kurzen Wartezeiten zu werben.
Während der Ansparphase, also der Phase in der Sie Geld in Ihren Bausparvertrag einzahlen um ihn Zuteilungsreif zu bekommen, zahlen die Bausparkassen nur sehr bescheidene Guthabenzinsen von zwischen 1,5 und 2,5 Prozent abzüglich laufender Gebühren und Abschlussgebühr. Zwar gibt es bei allen Bausparkassen auch spezielle Sparer-Tarife mit höheren Guthabenzinsen, doch bei diesen Tarifen wäre der spätere Darlehenszins deutlich höher.
Würden Sie Ihr Geld also in andere sichere Sparanlagen investieren, könnten Sie deutlich mehr Zinsen erhalten als mit einem Bausparvertrag (auch dann, wenn sich das allgemeine Zinsniveau am Kapitalmarkt gerade in einer Niedrigzinsphase befindet).
Bei einem Bausparvertrag müssen Sie also immer gewisse Zinsverluste in Kauf nehmen. Und die sind umso größer, je höher das allgemeine Zinsniveau am Kapitalmarkt ist. Während einer Hochzins-Phase können Sie mit anderen sicheren Anlagen zum Beispiel 3,5% oder mehr Zinsen kassieren und damit deutlich höhere Gewinne erzielen als bei einem Bausparvertrag. Anders verhält es sich jedoch, wenn die Zinsen am Kapitalmarkt allgemein niedrig ist
Summa summarum wirkt sich alles wie folgt aus
Niedrige Zinsen in der Sparphase bedeuten natürlich auch weniger Guthaben auf dem eigenen Konto. Das zu finanzierende Darlehen ist bei einem Bausparvertrag also immer höher, als wenn Sie Ihr Eigenkapital z.B. über ein sicheres Tagesgeldkonto ansparen würden und den Rest später über eine Bank finanzieren. Würde man die wegen der geringen Sparzinsen entstandenen Zinsverluste jetzt noch in den späteren Darlehenszins mit einrechnen, so erhöht sich der effektive Darlehenszins vielleicht nur in der Theorie, in Ihrer eigenen Haushaltskasse aber sehr wohl.
Die Bausparkassen umwerben ihre Kunden meist mit dem günstigen Nominalzinssatz.
Die hohen Abschlusskosten und laufenden Gebühren von Bausparverträgen führen aber dazu, dass der effektive Zinssatz für das Darlehen viel höher ausfällt. So wird aus einem Darlehenszins von 4,5% schnell mal ein Effektiv-Zinssatz von 6%.
Es dürfte mittlerweile zwar jedem bekannt sein, aber hier vorsorglich noch mal zur Info: Vergleichen Sie die Darlehenszinsen bitte nicht nach dem Nominalzins, sondern immer dem sog. „Effektivzins gemäß Preisangabenverordnung”.
Bei einigen Bausparkassen bekommen Sie aber immerhin die Abschlusskosten erstattet, wenn Sie später ein Darlehen über den Bausparvertrag in Anspruch nehmen.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||