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![]() Es gibt Menschen, die just zur Salzsäule erstarrt sein sollen, nur weil sie einen Blick über die Schulter riskierten. So jedenfalls berichtet es die Bibel über Lot´s Frau. Doch zumindest bei der Altersvorsorge dürfen wir getrost nach hinten schauen. Für Sparer und Anleger sollte ein kritischer Blick in die Vergangenheit sowieso zur Pflichtübung gehören.
Natürlich können die vergangenden Renditen und Lehren niemals eine Garantie für die Zukunft sein ... aber sie lassen immerhin einige wichtige Rückschlüsse erkennen.
Beispiel Lebens- und Rentenversicherungen:
Lassen Sie sich nicht von hohen Versprechungen auf dem Blatt Papier blenden.
Erstens sind die Überschüsse nicht garantiert und zweitens haben nur wenige Lebensversicherungen wirklich das gehalten, was seinerzeit versprochen wurde. Sie sollten die Angebote deshalb immer genau unter die Lupe nehmen, zumal einige Gesellschaften dem ständig wachsenden Konkurenzdruck aus dem Ausland nicht gewachsen sein könnten.
Ganz wichtig: Schauen sich sich die Bilanzkennzahlen und die Rückstellungen für Beiträge mehrere Unternehmen an - oder lassen sich diese vom Berater zeigen. Wichtig ist eine Gesamtbetrachtung der Zahlen über möglichst viele Jahre, um einen Trend erkennen zu können, wohin sich Ihr Wunsch-Unternehmen in Sachen Stabilität bewegt.
Beispiel Investmentfonds:
Investmentfonds sind ein klassisches Beispiel für Traumrenditen ... oder Albtraumverluste. Der Sparvorgang für den Aufbau einer Altersvorsorge ist meistens aber von längerfristiger Natur. Und bei Laufzeiten von mehr als zehn Jahren sind Investmentfonds relativ sicher.
Zwischen dem schlechtesten und dem besten Investmentfonds lagen in der Vergangenheit oft Welten. Um aber zu wissen, welcher Fonds in 25 Jahren der beste war, müsste man schon Wahrsager sein. Trotzdem kann man ein wenig dazu steuern - indem man die Performance (vergangene Wertentwicklung) der Fonds genauer betrachtet und zugleich Zukunftstrends berücksichtigt.
Beispiel Beteiligungen:
Sie nannten sich Langenbahn KG, Thomae&Partner, WGS, AKJ oder sonst irgendwie.
Alle sind mittlerweile pleite - und mit Ihnen größtenteils wohl auch die Anleger, weil für solche Anlagen meistens ein gleichzeitiger Ratenkredit vermittelt wurde, damit das erforderliche Anlagekapital überhaupt aufgebracht werden kann. Jedes Jahr investieren deutsche Anleger Milliarden von Euro in solche geschlossene Fonds oder Beteiligungen. Zwar gibt es auch einige solide Initiatoren, doch bei einem Großteil der Angebote sollten Sie, im Sinne einer sicheren Altersversorgung, höchste Vorsicht walten lassen.
Für eine gesicherte Altersvorsorge müssen solche Kapitalanlagen, unserer Meinung nach, komplett außen vor bleiben. Und wenn schon, dann packen Sie bitte höchstens 10 Prozent Ihrer geplanten Altersvorsorge in solche Verträge - und verabschieden sich gedanklich schon einmal von diesem Geld.
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